Acta Structuralica

international journal for structuralist research

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201359

Allgemeine Systemtheorie II

Theorie, Erfahrung und Wirklichkeit

Klaus Müller

pp. 219-244

Abstract

Die im letzten Kapitel angeführten Definitionen eines »Systems« und der zu seiner Beschreibung erforderlichen Begriffe blieben für sich genommen zu formal, um die elementare Voraussetzung einer jeden Wissenschaftssprache zu erfüllen: sie reichten nicht hin, um einem Bereich intendierter Anwendungen unzweideutig festzulegen. Die im letzten Punkt skizzierten Methoden der Systemanalyse blieben zu unspezifisch, um das Programm einer Allgemeinen Systemtheorie profilieren zu können — beides aus naheliegenden Gründen: »the use of isolated concepts and even formal representations derived from a language does not yet imply a reliance an its grammar.«1 Von einer allgemeinen Theorie wird man jedoch Klarheit über ihre »Grammatik«, über ihren Forschungsbereich und die mit ihren Methoden verfolgten Erklärungsziele erwarten dürfen. Charakteristisch für die Allgemeine Systemtheorie war denn auch der Anspruch, ihre Grundbegriffe und Methoden zu einem Erklärungsmodell und Theorieverständnis zu verknüpfen, dem eine höchst eigene Auffassung von Erkenntnis und Wirklichkeit entsprach. Und es waren diese wissenschafts- und erkenntnistheoretischen Prinzipien, mit denen sie in Konkurrenz zur Analytischen Wissenschaftstheorie trat.

Publication details

Published in:

Müller Klaus (1996) Allgemeine Systemtheorie: Geschichte, Methodologie und sozialwissenschaftliche Heuristik eines Wissenschaftsprogramms. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.

Pages: 219-244

DOI: 10.1007/978-3-322-95633-0_12

Full citation:

Müller Klaus (1996) Allgemeine Systemtheorie II: Theorie, Erfahrung und Wirklichkeit, In: Allgemeine Systemtheorie, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 219–244.